11.12.2019 - Besuch mit Landtagsabgeordneten am BerufsBildungsZentrum (BBZ) Dithmarschen, Heide

Das BBZ nimmt laut Auskunft von Frau Monika Raguse, Leiterin des BBZ, seit 2004 die Ausbildung in diesen Bereichen wahr. Derzeit werden gem. dem Lehrplan für den Ausbildungsberuf Operatinstechnische*r Angestellte*r (OTA)am BBZ Dithmarschen als Landesberufsschule ca. 190 Schüler*innen im Rahmen der dualen Ausbildung beschult. Nun liegt ein Gesetzentwurf des Bundesgesundheitsministeriums beim Bundesrat vor, der eine Verlagerung der gesamten Ausbildung - eben auch des schulischen Teils - an den (Universitäts-) Kliniken vorsieht. Das wird in den Kliniken keine zusätzlichen Kosten verursachen, da der Gesetzentwurf vorsieht, dass die Kosten für die Beschulung zukünftig durch die Krankenkassen übernommen werden. Sollte dieses Gesetz so verabschiedet werden und Schleswig-Holstein hier nicht seinen seit 2004 sehr erfolgreichen Weg mit der Landesberufsschule in Dithmarschen über eine länderspezifische eigene Regelung fortsetzen, würde das dazu führen, dass die Ausbildung am BBZ über die nächsten Jahre ausläuft, die Schule ca. 190 Schüler*innen verliert und das wiederum den Verlust von 5 Lehrkräften zur Folge hätte. Schleswig-Holstein hatte sich im Mai diesen Jahres in das Gesetzgebungsverfahren dahingehend eingebracht, dass dieser Beruf sowohl in Krankenhäusern als auch an Beruflichen Schulen ausgebildet werden kann, d.h. beide Lösungen möglich sein können. Seit Beginn im Jahre 2004 wurde dieser Ausbildungsgang am BBZ kontinuierlich weiterentwickelt und Schleswig-Holstein hat damit ein Modell, dass seiner Zeit voraus ist. Die Lehrkräfte sind hochqualifiziert, motiviert und verfügen über viele Jahre Erfahrung. Hinzu kommt, dass zur stetigen Qualitätssicherung in Ausstattung investiert wurde und wird. Diese Umstrukturierung mitzutragen, ohne das Für und Wider vernünftig mit allen Beteiligten abzuwägen, wäre volkswirtschaftlich gesehen nicht verantwortungsvoll. Insofern regen wir als Grüne Kreistagsfraktion an, dass sich alle Beteiligten zusammensetzen und nach vernünftigen Lösungen suchen. Ines Strehlau und Marret Bohn nehmen diese Informationen ebenfalls mit, um die Haltung des Landes Schleswig-Holstein innerhalb der Koalition abzustimmen. Im Bereich der Pflegehelfer*innen soll die bisher schulische Ausbildung in ein duales System übergehen, dass so noch nicht ausgereift scheint, da die Schüler*innen z.T. noch sehr jung sind und in den Pflegeeinrichtungen dann schon sehr viel Verantwortung übernehmen müssten. Im weiteren Verlauf des Besuchs konnten wir uns durch die Teilnahme an einer kurzen Unterrichtseinheit einen Eindruck über die Qualität des Unterrichts verschaffen. Anschließend fanden Gespräche mit den Schüler*innen und den Lehrkräften statt. Besonders beeindruckend ist die Begeisterung, die hohe Motivation und die Freude, mit der die jungen Menschen sich auf ihre berufliche Zukunft vorbereiten und das Engagement der Lehrkräfte, als sie uns über die Probleme und Entwicklungen informierten.

 

 

 



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